Projektbeschreibung ESPAN

Das Projekt ESPAN setzt sich zum Ziel, in bilateraler und interregionaler Kooperation von österreichischen und ungarischen Regionen auf regionaler, kommunaler sowie auch privater Ebene den Sektor nachhaltige Energieentwicklung auf vielfältige Weise zu bearbeiten. Langfristig wird das Ziel einer vollständigen Unabhängigkeit von (zumeist fossilen) Energieimporten angestrebt.
Neben der Verfolgung von Klimaschutzzielen wird darauf Bedacht genommen, lokal und regional vorhandene Ressourcen bestmöglich im Sinne von regionaler Wertschöpfung zu nutzen. Dabei wird sowohl auf Rohstoffe als auch auf die Ressourcen Sonne, Wind, Wasser und Abfall sowie auf Luftreinhaltung Bedacht genommen.
Die Fachbereiche sind einzuteilen in:
* Energieeffizienz (Sparen)
* Energiespeichern (inkl. Logistik)
* Energieproduktion unter Bedachtnahme der vorhandenen Ressourcen, welche sich auf die Grenzregionen beziehen.
Speziell ist vorgesehen, lokal und regional ansässige Kompetenzen in der Regionalentwicklung, der Ausbildung, Forschung und Entwicklung sowie der Wirtschaft in das Projekt ESPAN einzubinden. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Unterstützung der regionalen Entwicklung der Grenzregionen, der Schaffung von neuen interregionalen Geschäftsfelder und letztendlich auch der Schaffung oder Absicherung von Arbeitslätzen von Branchen, welche mittelbar und unmittelbar mit dem Thema Energie verbunden sind.
Da ESPAN einen starken Konzept- und Netzwerkcharakter aufweist, liegen Synergien mit den jeweiligen regionalen Entwicklungsprogrammen im Bereich Nachhaltige Energieentwicklung und Ökologie auf der Hand, da die beteiligten ProjektpartnerInnen auch lokal oder regional mit dieser Themenstellung befasst sind.
Die Ziele welche mit dem Projekt ESPAN erreicht werden sollen sind:
Allgemeine Projektziele:
1. Das Projekt ESPAN soll zu den Klimaschutzzielen des Kyoto Protokolls sowie zur Luftreinhaltung beitragen, wobei die regionale Senkung des CO2 Ausstoßes im Vordergrund steht.
2. Weiters soll durch dieses Projekt der bestmögliche Einsatz von primären regional vorhandenen Energiequellen zur Deckung des Energiebedarfs gesichert werden. Dadurch soll auch ein Beitrag zur langfristigen Selbstversorgung durch Erneuerbare Energieträger gewährleistet werden.
3. Außerdem soll dieses Projekt zur Gestaltung eines sinnvollen Mix von Energieträgern im Sinne einer nachhaltigen überregionalen Energiewirtschaft beitragen.
4. Das Projekt ESPAN soll des Weiteren einen maßgeblichen Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs leisten, um speziell die Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren.
5. Es sollen auch grenzüberschreitende Entwicklungen von Kompetenzen im Bereich erneuerbare und nachhaltige Energiewirtschaft entstehen, welche als Beitrag zur regionalen und grenzüberschreitenden Wirtschaftsentwicklung zu sehen sind.
Spezielle Projektziele:
1. Die Planung und Erstellung von dezentralen oder lokalen Energiekonzepten, welche in Kooperation erarbeitet werden.
2. Erstellung von Ökochecks als Bestandsaufnahme der energetischen sowie der luftgüterelevanten Situation von Gemeinde als Ausgangsbasis für Energiekonzepte und Maßnahmen. Ermittelt werden alle Energieverbräuche bzw. Energieanlagen in einer Gemeinde (Energiebilanz).
3. Des Weiteren soll ein Wissens- und know-how Transfer bezüglich wesentlicher Bausteine einer nachhaltigen Energiestrategie stattfinden, welcher die Bereiche Energiesparen, Energiespeicherung sowie Energieproduktion betrifft.
4. Außerdem soll die Nutzung des regional vorhandenen Potentials an erneuerbaren Energieträgern vorangetrieben werden, wobei sowohl CO2-neutrale Energieträger (wie Biomasse, Biogas, etc.) als auch CO2-lose Energieträger (wie Sonnen- und Windenergie) einbezogen werden.
5. Aufbau und Betreuung eines grenzüberschreitenden Energieclusters.
6. Gezielte Bewusstseinsbildung zum Thema nachhaltige Energieentwicklung durch gemeinsame und abgestimmte Maßnahmen.
7. Aufbereitung und Implementierung von gemeinsamen Projekten in den Bereichen Sparen, Speichern oder Produktion von Erneuerbarer Energie.
Um all diese Ziele und Ergebnisse zu erreichen wurde für das Projekt ESPAN eine Dauer von 4 Jahren angesetzt, wobei die Vorbereitungen für das erste Meeting schon im Jänner 2009 begonnen haben.
Die Finanzierung des Projektes erfolgt zu 85% aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) und zu 15% aus nationalen Mitteln der einzelnen Partner wobei ein maximales Projektvolumen von knapp € 3,3 Mio. angesetzt wurde welches auf 9 Partner aus Österreich und Ungarn aufgeteilt wird.
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