Sie sind hier:  Projekte / e5

e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden

1. Allgemein
e5 ist ein bereits seit 1998 laufendes, erfolgreiches Programm, das Gemeinden ermuntert und unterstützt, ihre Energiepolitik zu modernisieren, Energie effizienter zu nutzen, Energie zu sparen, Klimaschutzziele festzulegen und auch zu erreichen und erneuerbare Energieträger verstärkt einzusetzen.
Beim e5-Programm handelt es sich nicht um ein Projekt, das einmalig in der Gemeinde durchgeführt wird, sondern vielmehr um ein fundiert geplantes, durchdachtes, kontinuierliches Programm, das unterschiedliche kleinere Umsetzungs-Projekte initiiert, die gut aufeinander abgestimmt sind. Damit kann sicher gestellt werden, dass die Maßnahmen, die umgesetzt werden, um Energie effizienter zu nutzen und den Anteil erneuerbarer Energieträger zu steigern, auch wirklich nachhaltig sind. Angelehnt an Qualitätsmanagementsysteme aus der Wirtschaft, kann das e5-Programm als ein Prozess verstanden werden, in dem Schritt für Schritt:
- Schwachstellen aufgedeckt und Verbesserungspotentiale identifiziert werden,
- Strukturen und Abläufe zur erfolgreichen Umsetzung von Energieprojekten aufbaut oder verstärkt werden,
- eine kontinuierlicher Verbesserungsprozess in Gang gesetzt wird sowie
- die Mitwirkung der Bevölkerung an energiepolitischen Entscheidungen und Aktivitäten ermöglicht und forciert wird.

2. Zentrale e5-Arbeitsinstrumente (Checklisten, Maßnahmenkatalog)
Der e5-Maßnahmenkatalog und die zuvor auszufüllenden Checklisten sind das zentrale Arbeitsinstrument des e5-Programms. Der e5-Maßnahmenkatalog dient als Hilfsmittel zur Standortbestimmung, als übersichtliche Aufstellung für die Planung zukünftiger Aktivitäten und als Maßstab für die externe Kommissionierung und Auszeichnung.
Die sechs Handlungsfelder dieses Kataloges umfassen:
I - Gemeindeentwicklungsplanung und Raumplanung: Maßnahmen, die die Gemeinde durch ihre Zuständigkeit für die Erteilung von Baugenehmigungen und die örtliche Raumplanung setzen kann: Leitbild, Energie- und Verkehrsplanung etc.
II - Gemeindeeigene Gebäude und Anlagen: Maßnahmen, die die Gemeinde bei ihren eigenen Einrichtungen und Betrieben (Schulen, Verwaltungsgebäuden, Kindergärten, Straßenbeleuchtung, Bauhof,...) treffen kann.
III - Versorgung und Entsorgung: Energie – Wasser – Abwasser – Abfall: Maßnahmen, die die Gemeinde im Bereichen Energieversorgung (Nahwärmenetze, Trinkwasserkraftwerke, Öko-Strom ...) Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Abfallentsorgen treffen kann.
IV - Mobilität: Alle Maßnahmen, die die Gemeinde im Bereich motorisierter Individualverkehr, FußgängerInnen, RadfahrerInnen, Öffentlicher Verkehr sowie der verwaltungsinternen Mobilität setzen kann.
V - Interne Organisation: Maßnahmen, die Strukturen schaffen und Prozesse in Gang setzen, die eine effiziente und kontinuierliche energiepolitische Arbeit in der Gemeindeverwaltung sicherstellen (Energiebeauftragte, Gründung und Pflege einer Energiegruppe, ressortübergreifende Kooperationen, regelmäßige Erfolgskontrolle)
VI - Bewusstseinsbildung, Motivation, Kommunikation und Kooperationen: Maßnahmen, die zur Bewusstseinsbildung und Umsetzung von Maßnahmen durch BürgerInnen, Institutionen und Unternehmen in der Gemeinde beitragen (Öffentlichkeitsarbeit, Beratung, Veranstaltungen, Förderungen), sowie Maßnahmen, in denen die Gemeinde in und durch Kooperation mit anderen Institutionen (Betrieben, Vereinen, Schulen.....) energiepolitisch aktiv werden kann.

3. Nutzen für die Gemeinde
- Die Berücksichtigung aller energierelevanten Handlungsfelder der teilnehmenden Gemeinde (Energieversorgung, Entsorgung, Planung, Mobilität, Gebäude etc.);
- die schrittweise Verbesserung der Energieperformance durch klar identifizierbare Teilziele;
- der Aufbau von Strukturen und die Vernetzung von Akteuren innerhalb der Gemeinde (Politik, Verwaltung, BürgerInnen, Betriebe, Initiativen etc.);
- der Erfahrungsaustausch zwischen den e5-Gemeinden;
- die Qualifizierung und die Unterstützung kommunaler Akteure bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen durch das e5-BeraterInnennetzwerk;
- regelmäßige interne und externe Erfolgskontrollen (AUDIT)
- die Auszeichnung der Gemeinde entsprechend ihrem Erfolg (e=>eeeee)

Konkrete Vorteile für zukünftige e5-Gemeinden
- Entwicklung und Umsetzung einer zukunftsorientierten Energiepolitik => Energie einsparen => Verringerung der Energieausgaben
- Nutzung eines umfassenden Maßnahmenkataloges, der auf Erfahrungen anderer Gemeinden basiert
- Förderungen für investive Maßnahmen aufgrund komm. Energiestrategie
- Beitrag zum Klimaschutz
- Verbesserung von energierelevanten Abläufen in der Gemeinde
- Beteiligung und Stärkung der Eigenverantwortung der EinwohnerInnen
- Weiterbildung für Gemeindemitarbeitern und -mitarbeiterinnen
- Laufende Unterstützung durch das e5-BeraterInnennetzwerk
- Erfahrungsaustausch mit anderen e5-Gemeinden
- Erhöhung der Lebensqualität für die EinwohnerInnen
- Imagegewinn für die e5-Gemeinde

4. Derzeitiger e5-Projektstand Burgenland (Sommer 2013)

10 Gemeinden mit GR-Beschluss und somit in Vorbereitung zur Teilnahme am e5-Programm: Deutsch Kaltenbrunn, Eltendorf, Heiligenkreuz, Jennersdorf, Königsdorf, Minihof-Liebau, Mogersdorf, Mühlgraben, Rudersdorf, St. Martin/Raab

Volltextsuche

Erscheinungsbild

Schriftgröße:   -N+
Farbkontrast: normalinvers

Login

News

Climate Star 2018: Gemeinde-Wettbewerb gestartet
5. Juni: Umwelt-Zeichen-Tag 2017- Setzen Sie ein Zeichen - der Umwelt zuliebe!
Klimabündnis - Mobilitätslehrgänge 2017
CE-HEAT - Comprehensive model of waste heat utilization in CE regions
Klimawandelanpassung: Regionale Lösungen für globale Herausforderungen